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DER RING DES NIBELUNGEN: DAS RHEINGOLD / DIE WALKÜRE

Uraufführung
Choreographisches Theater von Johann Kresnik
Oper Bonn
12. December 2006


Bühne, Kostüme, Maske: Gotttfried Helnwein




Gottfried Helnwein: Der Ring des Nibelungen
Der Ring des Nibelungen 2006
Rheingold/Walküre
Plakat




Gottfried Helnwein: Der Ring des Nibelungen, Oper bonn
Der Ring des Nibelungen, Oper bonn 2006
Foto: Beu Rheingold und Walküre
Choreographisches Theater Johann Kresnik
Stage and costumes: Gottfried Helnwein (Foto: Beu)


CHOREOGRAPHISCHES THEATER JOHANN KRESNIK

Uraufführung
DER RING DES NIBELUNGEN:
DAS RHEINGOLD / DIE WALKÜRE
Premiere: 10. Dezember 2006, Opernhaus


Inszenierung und Choreographie - Johann Kresnik
.
Bühne und Kostüme - Gottfried Helnwein
.
Musik - Gernot Schedlberger
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Libretto und Dramaturgie - Christoph Klimke
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Video - Jo Schramm and Gottfried Helnwein
.
Regie Assistenz - Karoline Kunz


Es tanzen

Francina Borges,
Annabel Cuny, Vanessa Curado,
Simona Furlani, Daniela Greverath,
Alexandra Kunz, Linda Ryser / Agnieszka Samuel;
Ricardo Diaz, Ziv Frenkel,
Sascha Halbhuber, Przemyslaw Kubicki,
Pedro Malinowksi, Rory Stead,
Valenti Rocamora i Tora, Osvaldo Ventriglia
.
sowie als Gäste:
Patrick Entat, Hans-Jürgen Moll und Robert Strajner


Choreographisches Theater von Johann Kresnik / URAUFFÜHRUNG

In den kommenden zwei Spielzeiten wird Johann Kresnik den RING DES NIBELUNGEN als Choreographisches Theater auf die Bonner Opernbühne bringen. Nach DAS RHEINGOLD und DIE WALKÜRE in dieser Spielzeit wird 2007/08 SIEGFRIED / DIE GÖTTERDÄMMERUNG als zweiter Teil folgen. Zentrale Figur der Tetralogie ist Richard Wagner selbst. Sein Leben und Werk zwischen Nationalismus und überraschenden revolutionären Ideen ist nicht nur Spiegel seiner Zeit, sondern voller mythischer Visionen. Ob Beethoven, Bakunin oder König Ludwig – Wagners Vorbilder, Freunde, Gönner und Feinde geleiten ihn durch seine Themen, die im RING DES NIBELUNGEN aufscheinen: Weltherrschaft, Machtspiele, Liebe, Verrat, Gold, der Fluch des Bösen, der Versuch, die Schöpfung zu retten, und schließlich der Untergang der Götter als das Ende des Menschen.
Richard Wagners Welt wird zur Fabel über Schuld, Wagnis, Erlösung und Scheitern. Hatte Wagner recht, wenn er die Tragik Gottes mit der Tragik der Menschen gleichsetzt? Woher nehmen heutige Machthaber ihre Legitimation zum Gott Spielen? Und wie ähneln Wotan und Siegfried ihrem Schöpfer? Friedrich Nietzsche sah in Siegfried den Revolutionär, doch bleibt er im Teufelskreis der Gewalt gefangen. Da entspricht eher Wotan dem Komponisten in seiner zum Scheitern verurteilten Hoffnung auf Erlösung. DER RING DES NIBELUNGEN ist auch politisches Theater, mit dem Wagner die Frage zu beantworten versucht, was die Kunst hier, jetzt und zukünftig zu bewegen vermag.
Das Choreographische Theater Johann Kresnik wird Richard Wagners Musik, Themen, Figuren und die bleibende Faszination seiner gewaltigen Tetralogie in historische und politische Dimensionen umsetzen. „Weißt du, wie das wird?“, heißt es in der GÖTTERDÄMMERUNG. Die Reise durch Wagners „Sehens selige Lust“ wird eine Antwort sein.


Theater Bonn

Am Boeselagerhof 1
Deutschland - 53111 Bonn
Telefon: +49/228/77800
Telefax: +49/228/775775
theater@bonn.de

=> www.oper.bonn.de



TANZ DER TODESENGEL UND DER KAMPF UMS GOLD

Thomas Kliemann
General-Anzeiger
Bonn


Wiener Bürgerschreck Gottfried Helnwein über seine Ausstattung für Johann Kresniks "Ring des Nibelungen", der am Sonntag Premiere im Bonner Theater hat
Finstere Mächte dominieren den ersten Akt von Johann Kresniks Ring -Projekt, für das Gottfried Helnwein Bühne und Kostüme konzipiert hat.Bonn. In seinem Kosmos gibt es zum Beispiel den genialen Donald-Zeichner Carl Barks und den Horror-Freak Marilyn Manson, Bruder im Geiste und enger Freund.
In Hamburg schockten Helnwein und Kresnik mit Bildern des gemeuchelten Pasolini. Stuttgart verstörte das Duo mit der aus dem Lot geratenen Bühne für Peter Weiss` "Verfolgung und Ermordung des Jean Paul Marat..." und wiederum einem heftigen Plakat: Lafontaines Kopf in der Blutlache, Titel: "Das Attentat".
Wenn jetzt Kresnik und Helnwein in Bonn Richard Wagners "Ring des Nibelungen" in Tanz- und Bildtheater umsetzen, steht erneut ein Helnwein-Plakat am Anfang: Wieder ein Kopf, der im Blut liegt, diesmal ein Kind in Uniform, buchstäblich erschlagen von einer Kaskade von Euro-Münzen. Die Botschaft ist klar und radikal: Die perverse Macht des Geldes als Triebfeder der Politik...

=> Thomas Kliemann, General-Anzeiger, Bonn, 09. December 2006



DER "RING DES NIBELUNGEN" PROVOZIERT ALS BLUTRÜNSTIGES TANZSTÜCK IN BONN.

Die Welt
Kultur
Michael-Georg Müller
11. December 2006




Kresniks aktuelle Bezüge zielen meist in Richtung moderner Kriege um Rohstoffe. So läuft am Anfang ein Video über brennende Ölfelder. Sie passen zu der wahren Bilderorgie, die Kresnik und sein renommierter Bühnenbildner Gottfried Helnwein entfachen. Der österreichische Maler, der es vor allem durch seine surrealen Kindergemälde zu internationalem Ruhm gebracht hat, lässt Funken sprühen, literweise Blut spritzen und verschärft noch Kresniks Wucht und Bilderwut.

=> Die Welt, Michael-Georg Müller, 11. December 2006



FLESH AND TRANSGRESSION: CHOREOGRAPHERS TAKE ON OPERA’S CANON

New York Times
Dance
John Rockwell
14. December 2006


Choreographic Theatre Johann Kresnik, Stage and Costumes - Gottfried Helnwein
Mr. Kresnik's stage pictures are often powerful. His ''Rheingold'' and ''Walküre'' compaction introduces Wagner; Nietzsche; King Ludwig; various Wagner wives and lovers; Konrad Adenauer, the first chancellor of West Germany; a ''red figure''; and modern-day soldiers and G.I.'s among the characters. Ludwig dances in his familiar blue jacket, naked from the waist down. Alberich hacks off his penis with a giant sword. The first act of ''Die Walküre'' is a trio for three naked men, one of whom becomes visibly pregnant (the wonders of a prosthesis and flesh-colored makeup). This last, it might be argued, successfully reintroduces the transgressive impact of incest to a modern audience lulled by Wagner's music.

=> New York Times, Dance, John Rockwell, 14. December 2006



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